Häufig gestellte Fragen zum Alkoholkonsumverbot

Hier finden Sie die Fragen, die uns bisher zum Alkoholkonsumverbot gestellt wurden. Haben Sie weitere Fragen? Dann freuen wir uns über Nachricht von Ihnen! Hier geht’s zum Kontaktformular oder Sie mailen uns ganz einfach an
fragen@metronom-alkoholfrei.de

Warum streben Sie ein Alkoholkonsumverbot an?

Speziell an den Wochenenden können wir unseren hohen Maßstäben längst nicht mehr gerecht werden. Durch den exzessiven Alkoholkonsum von Jugendlichen, Fußballfans, Festival-Reisenden und Besuchern von Großveranstaltungen verwandeln sich viele unserer Züge in regelrechte „Katastrophengebiete“. Wie Sie wissen, engagieren wir uns dafür, unseren Fahrgästen in metronom Zügen ein Reiseerlebnis von höchster Qualität zu bieten. Wir sind davon überzeugt, dass ein Alkoholkonsumverbot wesentlich dazu beitragen wird.

Betrifft das Alkoholkonsumverbot auch das Feierabendbier oder den Hausfrauen-Sekt?

Ja, denn ein Alkoholkonsumverbot kann nur für alle Fahrgäste gelten oder gar nicht. Es soll damit auch verhindert werden, dass Kinder durch trinkende, jugendliche und erwachsene „Vorbilder“ bereits in Nahverkehrszügen lernen, dass es selbstverständlich und damit „richtig“ ist, zu jeder Tageszeit und überall Alkohol zu konsumieren.

Gilt in allen metronom Zügen das Alkoholverbot?

Ja, dieses Alkoholverbot gilt dann auch bei den Sonderfahrten nach Berlin oder in Charterzügen.

Warum der Alleingang von ME, bei der DB kann ich mir doch auch alkoholische Getränke im Zug kaufen? Wie ist überhaupt Ihre rechtliche Handhabe?

2003 war metronom eines der ersten Eisenbahnunternehmen, das Nichtraucherzüge eingeführt hat
- mittlerweile sind alle Nah- und Fernverkehrszüge „rauchfrei“. Gestärkt durch diese Erfahrung und durch den Zuspruch unserer Fahrgäste wollen wir nun die Umsetzung des Alkoholkonsumverbotes konsequent durchführen. Die Beförderungsbestimmungen sind Teil des Beförderungsvertrages, somit unsere rechtliche Handhabe und werden durch das Betreten der Fahrzeuge rechtsverbindlich anerkannt. Unsere Beförderungsbestimmungen wurden vom Ministerium genehmigt.

Warum gibt es kein Teilverbot, zum Beispiel nur an den Wochenenden?

Auch in der Woche finden entsprechende Veranstaltungen wie Fußballspiele, Großveranstaltungen, Junggesellenabschiede und ähnliches statt, zu denen regelmäßig Alkohol konsumiert wird. Das Verbot lässt sich also nicht nur auf das Wochenende beschränken – es muss einheitlich für alle Wochentage und für alle Fahrgäste geregelt und einfach kommuniziert werden. Wir wollen keine Ausnahmen einführen, denn Ausnahmen bedeuten immer wiederkehrende Diskussionen über das warum, wieso, weshalb. Das Verbot soll letztlich auch ein Beitrag gegen verantwortungslosen Alkoholmissbrauch, gerade auch im öffentlichen Raum, sein.

Müssen Flaschen/Behältnisse mit alkoholischem Inhalt, die (aus Versehen oder Unwissenheit) im Zug geöffnet wurden, ausgeschüttet werden?

Geöffnete Flaschen/Dosen/Behältnisse sind noch vor dem Betreten des Zuges zu entsorgen bzw. an geeigneter Stelle auszuleeren. Sollten Sie aus Versehen mit geöffneter Flasche einsteigen, empfehlen wir Ihnen, diese entweder so schnell wie möglich auf dem WC zu entleeren oder fest zu verschließen und so im Gepäck zu verstauen, dass sie nicht sichtbar und zugriffsbereit ist.

Darf ich mit einer geöffneten Bierflasche in der Hand in den metronom einsteigen?

Ganz klar: Nein! Geöffnete Flaschen/Dosen/Behältnisse sind noch vor dem Betreten des Zuges zu entsorgen bzw. an geeigneter Stelle auszuleeren. Grundsätzlich ist es Reisenden untersagt, in den Fahrzeugen zu rauchen sowie alkoholhaltige Getränke zu konsumieren oder in geöffneten – insbesondere nicht wieder verschließbaren – Behältnissen mitzuführen. Mit dem Betreten unserer Fahrzeuge werden die Beförderungsbedingungen der metronom Eisenbahngesellschaft rechtsverbindlich anerkannt, da sie Bestandteil des Beförderungsvertrages sind. Sollten Sie aus Versehen mit geöffneter Flasche einsteigen, empfehlen wir Ihnen, diese so schnell wie möglich auf dem WC zu entleeren.

Was passiert, wenn ich trotzdem einsteige und weiter trinke?

Ein Verstoß gegen das Alkoholverbot führt zu einer Vertragsstrafe von 40€. Trinken Sie dann noch weiter, führt dieses Verhalten unweigerlich zum Beförderungsausschluss.

Dürfen Sie mich überhaupt von der Fahrt ausschließen – Sie haben doch eine Beförderungspflicht?

Grundsätzlich haben wir eine Beförderungspflicht, ebenso wie Beförderungsbedingungen.
Diese Bedingungen gelten für die Beförderung von Personen und die Mitnahme von Tieren und Sachen. Um das Alkoholkonsumverbot in unseren Zügen auf einer rechtlichen Basis aussprechen zu können, wurden die Beförderungsbedingungen entsprechend geändert und vom Ministerium genehmigt. Sollten Sie also gegen unsere Beförderungsbedingungen verstoßen, führt das zu einer Vertragsstrafe von 40€ und bei Uneinsichtigkeit zum Beförderungsausschluss.

Warum darf ich meine Wodkaflasche nicht auf den Tisch stellen?

Plastik-, Metall- und Glasbehältnisse dürfen nur dann mitgeführt werden, wenn sie fest verschlossen und nicht konsumbereit transportiert werden. Das bedeutet in einem geschlossenen und gesicherten Behältnis (z.B. Rucksack, Koffer oder Aktentasche). Die Wodkaflasche zugriffs- und konsumbereit auf dem Tisch zu platzieren verstößt daher gegen unsere Beförderungsbestimmungen. Im Übrigen appellieren wir hier wieder an Ihre Vorbildfunktion gegen über anderen Fahrgästen, insbesondere gegenüber Kindern.

Was ist mit Weinflaschen, die ich mit nach Hause nehmen will?

So lange diese verschlossen und nicht zugriffsbereit transportiert werden, spricht nichts dagegen, diese als Traglast mit sich zu führen.

Was genau sind Traglasten?

Traglasten sind Gegenstände und Gebinde (z.B. Koffer, Kartons, Fässer, Getränkekästen etc.), die – ohne Handgepäck zu sein – von einer Person getragen werden können. Die mitgeführten Sachen sind vorrangig an den eigens hierfür gekennzeichneten Stellen unterzubringen. Gebinde (also z.B. Bierkästen und –fässer) sind nur an den Wagenenden in den speziellen Koffer-/ Gepäckbereichen abzustellen.

Ich fühle mich in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt. Wo bleibt mein Recht auf Freiheit?

Auch die „alkoholfreien“ Fahrgäste werden eingeengt und entwickeln Angstzustände nach Aggressionserlebnissen mit alkoholisierten Fahrgastgruppen. Wir als beförderndes Unternehmen sehen uns in der Pflicht und Verantwortung, diese Fahrgäste zu schützen.

Ich trinke doch nur mein Feierabendbier auf dem Weg nach Hause und störe keine anderen Fahrgäste. Warum werde ich jetzt mit den randalierenden Fußballfans gleichgestellt?

Wie bereits ausgeführt, muss das Alkoholkonsumverbot einheitlich für alle Wochentage und für alle Fahrgäste geregelt und kommuniziert werden. Wir wollen keine Ausnahmen, denn Ausnahmen bedeuten immer wiederkehrende Diskussionen. Wir wollen das Verbot auch nicht dadurch „weichspülen“, indem es manchmal nur „ein bisschen“ gilt. Folgende Situation: Feierabendbiertrinkender sitzt im selben Wagen mit trinkenden, lautstarken Jugendlichen. Der Eine darf – die Anderen nicht? Das führt unweigerlich zu Streit und zum Gefühl der Ungleichbehandlung.

Wollen Sie mir etwa mein Eigentum (offene Sektflasche) wegnehmen?

Nein. Wir fordern, dass Sie die Sektflasche entsorgen bzw. gar nicht erst auf unseren Zügen öffnen, denn bereits damit verstoßen Sie gegen die gültigen Beförderungsbedingungen. Dies führt zu einer Vertragsstrafzahlung von 40,00 € oder, bei Uneinsichtigkeit, zum Beförderungsausschluss.

Warum kostet der Verstoß gegen das Rauchverbot mehr (60 €) als der Verstoß gegen das Alkoholverbot?

Bei einem Verstoß gegen das Rauchverbot sind die Folgen für Fahrgäste, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, weitaus höher. Nach heutigem medizinischem Kenntnisstand verursacht das passive Rauchen Gesundheitsgefahren bis hin zu tödlichen Krankheiten. Der Tabakrauch ist eine höhere gesundheitliche Gefährdung, der man sich auf unseren Zügen nicht oder nur sehr schwer entziehen kann. Deshalb ist hier die Vertragsstrafe höher als beim Verstoß gegen das Alkoholverbot.

Ein geöffnetes Bierfass steht auf einem Tisch, vier pfiffige Fahrgäste sitzen drum herum. Wer kriegt die Strafe, wenn das Fass keinem „gehört“?

Keiner, denn das Fass ist dann eine Fundsache, wird konfisziert und entsorgt.

Was, wenn ich konsequent durchgreife und z.B. einen Fahrgast, der nicht aufhören will zu trinken, von der Beförderung ausschließe und wir dann negativ in der Presse landen?

Uns ist vollkommen klar, dass wir mit negativer Berichterstattung rechnen müssen. Natürlich wird es traurige Trinker mit Tränen in den Augen geben, die im Nachhinein behaupten, doch gar nichts gemacht zu haben. ;-) Wir stehen hinter jedem unserer Mitarbeiter, der einen unbelehrbaren Trinker berechtigterweise von der Beförderung ausschließt. Die negative Presse werden wir aushalten. Alkohol trinkende Minderjährige werden in die Obhut der Bundes- oder Landespolizei bzw. in Ausnahmen der Bahnhofsmission übergeben!

Was hat Vorrang: die Anschlusssicherung (Fahrgastrechte!) oder die konsequente Durchsetzung des Alkoholkonsumverbotes?

Ganz eindeutig die Anschlusssicherung. Es sei denn, die Sicherheit von Fahrgästen und des Bahnbetriebes ist durch das Verhalten einer alkoholisierten, randalierenden Gruppe von Fahrgästen gefährdet.

Wie sieht es aus, wenn ein Fahrgast die Bierdose geleert hat, da aber noch Pfand
(€ 0,25) drauf ist. Muss die Dose entsorgt bzw. weggepackt werden? Was, wenn keine Möglichkeit des Weglegens besteht?

Die leere Dose ist Eigentum des Fahrgastes, natürlich muss er die Dose nicht im Müll entsorgen. Aber: Bierdose ist Bierdose und hat AUF DEN TISCHEN nichts zu suchen. Wenn der Reisende keine Tasche o.ä. dabei hat, kann die Dose dezent am Sitz oder mit in/an seiner Jacke/Mantel etc. aufbewahrt werden, bis er aussteigt und sie mitnimmt.

Ein Fahrgast stellt die provozierende oder auch ernst gemeinte Frage, ob er denn Weinbrandbohnen essen darf?

Ja, darf er. Untersagt ist nur der Konsum alkoholhaltiger Getränke.

Was, wenn ein Fahrgast alkoholfreies Bier trinkt?

Na wunderbar, der Fahrgast akzeptiert die neuen Regeln und weicht auf ALKOHOLFREIES Bier aus. Und wir wünschen ein freundliches „Prost“.

Was, wenn Fahrgäste sich nun darauf konzentrieren, die Fahrgastbetreuer auszutricksen?

Es wird vorkommen, dass Fahrgäste z.B. Wodka-RedBull oder Cola-Rum in Saft-Packungen oder Cola-Flaschen umfüllen und im Zug vorgeben, alkoholfreie Getränke zu konsumieren. Auch wenn Sie es wissen und es schwer fällt - für Sie als metronom Fahrgastbetreuer ist das eine Saft- oder Colaflasche, also KEIN alkoholisches Getränk und es gibt solange keinen Grund einzuschreiten, solange sich der Fahrgast ruhig und angemessen verhält und andere Reisende nicht belästigt. Benimmt er sich nicht, dann folgt übliches Verfahren: Freundliche Ermahnung, bei Weigerung -> Hausrecht aussprechen-> Beförderungsausschluss, bei Weigerung -> BUPOLI.

Was ist mit einem Fahrgast der trinkt und sagt, er sei Alkoholiker, also krank und bräuchte den Alkohol?

Bis zum 30. November wird er wie jeder andere, der Alkohol im Zug trinkt, persönlich angesprochen, über das Verbot aufgeklärt und der Fahrgastbetreuer überreicht die Gelbe Karte. Ab dem 01.12.2009 werden wir dieser Argumentation natürlich nicht folgen und das Alkoholverbot dadurch ad absurdum führen. Seit dem 15.11.2009 gilt in allen Zügen der metronom Eisenbahngesellschaft ein Alkoholkonsumverbot. Im Interesse der Gleichbehandlung aller Fahrgäste gilt dies auch für alkoholkranke Fahrgäste. Falls sich ein Fahrgast selbst als alkoholkrank oder suchtgefährdet einstuft, empfehlen wir in seinem eigenen gesundheitlichen Interesse, die Hilfe der Krankenkasse in Anspruch zu nehmen. Zusätzlich besteht
die Möglichkeit unter den nachstehend aufgeführten Telefonnummern fachkundigen Rat einzuholen:

NIEDERSACHSEN: Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen,
Telefon 0511. 62 62 66-0

HAMBURG: Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e. V.,
Telefon 040. 284 99 18-0

BREMEN: Sozialpsychiatrische Beratungsstelle und Ambulanz des Behandlungszentrums Mitte, Telefon 0421. 79 03 33-10

Was ist mit Medizin, die Alkohol enthält, z.B. Hustensaft?

Hier gilt selbstverständlich das Gleiche, wie für den Verzehr von Schnapspralinen: Medizin ist vom Verbot ausgenommen, untersagt ist der Konsum von alkoholhaltigen Getränken.

Wie ist es mit dem Alkoholverbot in metronom Zügen, die am Wochenende von der EVB in Buxtehude übernommen oder bereit gestellt werden?

Einfach gesagt: Wo metronom ALKOHOLFREI drauf steht, ist auch metronom ALKOHOLFREI drin! Selbstverständlich gilt das Alkoholkonsumverbot in allen metronom Zügen, ob reguläre Linienzüge, Sonderzüge oder Züge, die in unserem Auftrag als Zubringerzüge mit Personenverkehr betrieben werden.

160

 
 

 

Bitte akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen